Basky
 Einige Gedanken zur Philosophie des Basketballs
Am 21. Dezember 1891 wurde Basketball als Erfindung des Amerikaners James Naismith an der Sporthochschule der Y.M.C.A in Springfield Massachusetts (USA) erstmals gespielt. Zu Beginn gab es gerade einmal fünf Grundprinzipien und 13 Grundregeln für das Spiel. Die wichtigste Idee war, ein körperloses Spiel für die Wintermonate zu entwickeln, um die Athleten verletzungsfrei im Winter trainieren zu lassen. Die Tore waren übersprunghohe Pfirsichkörbe.
Das Basketballspiel hat sich bis heute rasant weiterentwickelt. Millionen Aktive spielen heute den orangen Ball und auch in Deutschland es zu einer der beliebtesten Sportarten geworden.
Keine andere Sportart aus den USA ist jedoch so von über den Sport hinausgehenden Gedanken geprägt, wie Basketball. Fast jeder Trainer und jedes Basketballprogramm an Highschools und Colleges erwartet von seinen Spielerinnen und Spielern mehr, als nur den Ball in den 3,05 m hohen Korb werfen zu können. Die Schulen haben ihre eigene "Philosophie" des Basketballs. Ziel ist es, den jungen Menschen nicht nur auf dem Feld, sondern auch für das gesamte Leben wichtige Hinweise und Verhaltensregeln an die Hand zu geben, damit die jungen Athleten als Vorbilder und "Aushängeschilder" ihrer Schule Karriere machen.
 Schule und Sport
"Heute kann ich nicht zum Training kommen - ich muss lernen". Leider hört man das immer häufiger von Jugendlichen. Klar ist lernen wichtig (sehr wichtig sogar) - schließlich geht es um die eigene Zukunft, was gerade in Zeiten, in denen die PISA-Studie in aller Munde liegt, immer größere Bedeutung zu gewinnen scheint. Aber am Abend? Zu einer Zeit, wo bewiesenermaßen kein Mensch mehr aufnahmefähig ist? Wir glauben das nicht!!! Denn jeder Mensch braucht eine Abwechslung zum Alltag und was ist da idealer als Sport. Man trifft sich ein paar mal in der Woche mit Freunden und kann sich auch mal richtig auspowern, Sauerstoff aufnehmen und neue Kraft schöpfen. Vielleicht hängen ja die Ergebnisse von PISA auch mit einer anderen Untersuchung zusammen, die eine dramatische Zunahme der Bewegungsunlust bei Jugendlichen beklagt. Wir glauben, dass Sport jeden Menschen ausgeglichener und somit auch Leistungsfähiger macht. Vor allem bei einem Mannschaftssport wie Basketball - der zu den vielseitigsten überhaupt zählt (Koordination, Kraft, Schnelligkeit, Intelligenz) - wird neben den körperlichen Effekten auch die Sozialkompetenz geschult, die heute auch immer mehr gefordert wird. Wer also den Sport einschränkt, spart am falschen Ende.
 Fair Play
Natürlich gewinnen wir gerne Spiele - wie die meisten - aber nicht um jeden Preis. Gerade im Jugendbereich ist das am wichtigsten. Wer lange genug am Spielbetrieb teilnimmt stellt zwangsläufig fest, dass es immer wieder "der kleine Heimvorteil" vorkommt und hier mal ein paar Punkte beim Gegner vergessen werden oder ein wichtiger Spieler auf einmal mit vielen Fouls belastet ist. Manchmal wird sogar alles mit Begründung "woanders wird's doch auch gemacht" zugegeben. Wir wehren uns energisch dagegen, denn der TSB Ravensburg ist ein fairer Verein und behandelt seine Gäste auch wie solche. Unsere Trainer legen weiterhin viel wert darauf, dass keine Schiedsrichter beleidigt oder Aggressionen außersportlich ausgetragen werden. Fair geht vor und wir halten uns aus eigener Überzeugung fest daran.